Über 30 Jahre Ausscheidungshärten von Aluminiumlegierungen

Bei dem Ausscheidungshärten von Aluminiumlegierungen greifen wir auf langjährige Erfahrung in dieser sehr anspruchsvollen Behandlung zurück.

Das Aushärten von Aluminiumlegierungen erfolgt auf modernsten und vollautomatisierten Wärmebehandlungsanlagen.

Voraussetzungen an den Werkstoff zum Ausscheidungshärten:

  • Das Produkt kann mit seinen Legierungsinhalten bei erhöhter Temperatur Mischkristalle bilden.
  • Die aushärtbare Legierungskomponente weist eine geringe Diffusionsgeschwindigkeit bei abnehmender Temperatur auf.
  • Die entstandene Materialmatrix im Produkt ist fein verteilt und ändert sich bei höherer Arbeitstemperatur nicht.
  • Beispielmaterialien: AW 2017, AW 2024, AW 6056, AW 6082, AW 7075, AlSi7Mg, AlSi10Mg oder ähnlich.

Das Ausscheidungshärten von Aluminiumlegierungen gliedert sich in folgende Behandlungsschritte auf:

  • Das Lösungsglühen: Die produzierten Teile werden in einem von der Legierung und den Abmessungen abhängigen Zeit-Temperatur-Verlauf erwärmt. Die ausscheidbaren Legierungselemente müssen vollständig in Lösung gehen (homogenes Mischkristallgefüge).
  • Das Abschrecken: Erfolgt je nach Bauteilgeometrie und Werkstoff in Wasser, temperiertem Wasser, Öl oder mittels Druckluft. Das Diffundieren zu neuen Ausscheidungen wird im Werkstoff durch diesen Abschreckvorgang verhindert. Das Gefüge ist nun einphasig und metastabil.
  • Das Warm- oder Kaltauslagern: Abhängig von der Legierungszusammensetzung werden die Auslagerungstemperaturen und die Haltezeiten definiert. Durch die Warmauslagerung wandelt sich der einphasige Werkstoff in den zweiphasigen übersättigten Ausgangszustand um (Zustand T6). Längeres Lagern der Aluminiumteile bei Raumtemperatur oder höheren Temperaturen führt dazu, dass übersättigte Mischkristalle herausdiffundieren, sich in bestimmten Bereichen ansammeln und an den Grenzen intermetallische Verbindungen eingehen. Während dieses Vorganges steigen Härte und Festigkeit. Bei überhitzten Werkstoffen wie zum Beispiel AW 7075 wird in zwei Stufen warmausgelagert um die Spannungsrisskorrosion zu verhindern.

Zustandsbezeichnungen nach der Ausscheidungshärtung von Aluminiumlegierungen:

Durch die Wärmebehandlung können folgende Zustände eingestellt werden

  • T4 Lösungsgeglüht und kaltausgelagert
  • T6 Lösungsgeglüht und warmausgelagert
  • T64 Lösungsgeglüht und dann zur Verbesserung der Verformbarkeit nicht vollständig warmausgelagert
  • T66 Lösungsgeglüht und warmausgelagert, bessere mechanische Eigenschaften als T6 durch spezielle Kontrolle des Verfahrens.
  • T73 Lösungsgeglüht und überhärtet (warmauslagern) zur Erzielung einer optimalen Beständigkeit gegen Spannungsrisskorrosion

Unsere Anlagentechnologie:

  • Mehrzweckkammeranlagen mit auf die jeweiligen Bauteile abgestimmten Chargiergestellen
  • Kontinuierliche Banddurchlaufanlagen

Unser Teilespektrum für das Ausscheidungshärten von Aluminiumlegierungen:

  • Schmiedeteile
  • Gussteile
  • Umformteile
  • Schrauben
  • Stanzteile
  • diverse Verbindungselemente
Frank Schmidt

Frank Schmidt

Geschäftsführung / Leiter Vertrieb

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Philipp Denter

Vertrieb

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Haben Sie Fragen rund um die Wärmebehandlung von Aluminium, stehen wir Ihnen gerne mit unserem Fachwissen zur Verfügung.

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